Düsseldorf (dpa) - Die Verteidiger im Prozess gegen vier mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen in Düsseldorf haben die Einstellung des Verfahrens beantragt. Sie begründeten das mit fehlender Akteneinsicht.

Mindestens solle die Hauptverhandlung vor dem Oberlandesgericht ausgesetzt werden. Die Aussagen der Angeklagten aus Telefon- und Wohnraumüberwachung lägen nicht vollständig im Original vor, sondern seien durch Ermittler zusammengefasst. Dadurch werde die Verteidigung eingeschränkt. Bundesanwalt Michael Bruns beantragte, die Anträge zurückzuweisen. Das Gericht will am Nachmittag über die Anträge entscheiden.

Vor Gericht stehen vier Männer im Alter zwischen 21 und 32 Jahren. Sie sollen im Auftrag der Al-Kaida-Führung einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben. Für den jüngsten Angeklagten, einen 21-Jährigen aus Bochum, wurde die Aufhebung des Haftbefehls beantragt.

Mitteilung Bundesanwaltschaft vom 3. Mai