Düsseldorf (dpa) - Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in Düsseldorf der Prozess gegen vier mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen begonnen. Sie sollen einen großen Anschlag in Deutschland geplant haben.

Drei der Angeklagten waren im April vergangenen Jahres in Düsseldorf festgenommen worden, der vierte ging den Ermittlern im Dezember in Bochum ins Netz. Die Männer waren monatelang observiert worden. Der Prozess-Stoff füllt 260 Aktenordner, die Anklageschrift umfasst einschließlich Anhang mehr als 500 Seiten.

Anführer der Terrorgruppe ist laut Anklage der Marokkaner Abdelabdim El-K. (31). Er soll sich Anfang 2010 in einem Al-Kaida-Ausbildungscamp im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aufgehalten haben. Außerdem stehen der Deutsch-Marokkaner Jamil S. (32), der Deutsch-Iraner Amid C. (21) und der Deutsche Halil S. (28) vor Gericht.

In einem Vorgespräch haben die Verteidiger dem Gericht signalisiert, dass das Quartett zu den Vorwürfen zunächst schweigen wird. 30 Verhandlungstage bis Ende November hat die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza für den Prozess angesetzt.

Am zweiten Verhandlungstag sollen an diesem Donnerstag zahlreiche Angehörigen der Angeklagten als Zeugen vor Gericht auftreten. Es wird davon ausgegangen, dass die meisten Angehörigen von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen.

Mitteilung Bundesanwaltschaft vom 3. Mai