London (SID) - Das Ad-hoc-Gericht des Internationalen Sportgerichtshofes CAS muss bei den Olympischen Spielen in London seinen ersten Fall behandeln. Der südafrikanische Vielseitigkeitsreiter DerAlexander Peternell will vor dem Schnellgericht doch noch seinen Start in der britischen Metropole erzwingen. Dieser war ihm vom Nationalen Olympischen Komitee seines Landes SASCOC trotz erfolgter Qualifikation verwehrt worden. Anstelle von Peternell wurde Paul Hart nominiert.

Am vergangenen Montag hatte das Panel des CAS bereits festgestellt, dass Peternell alle Qualifikationsnormen für London erfüllt habe und daher Hart vorgezogen werden müsse. Das SASCOC lehnte eine Nominierung Peternells trotzdem ab, nahm jedoch Hart wieder aus dem Team.

Mit dem Gang vor das Ad-hoc-Gericht des CAS will Peternell nun seine letzte Möglichkeit nutzen. Das Gericht urteilt in der Regel binnen 24 Stunden. Mit einem Spruch war noch für Mittwoch zu rechnen. Die Vielseitigkeit beginnt bereits am kommenden Samstag mit der Dressur.

Seit Olympia 1996 in Atlanta gibt es das Ad-hoc-Gericht. Die Richter Juan Torruella (Costa Rica) und Gunnar Werner (Schweden) sitzen der Londoner Zweigstelle des eigentlich im Schweizer Lausanne beheimateten Gerichts vor. Zu den zwölf weiteren Schiedsrichtern gehört auch der ehemalige Basketball-Nationalspieler und Rechtsanwalt Martin Schimke. Der CAS wird während der Spiele im Grosvenor House Hotel in der Park Lane richten.