Köln (SID) - Unmittelbar vor Beginn der Olympischen Sommerspiele feiern die deutschen Eisschnellläufer ihre Saisonpremiere. Erstmals finden ab Donnerstag in Inzell nationale Meisterschaften in der warmen Jahreszeit statt. Zur Reform der DM, bei der sämtliche Topläufer vertreten sind, gehört auch ein neuer Modus.

"Wir müssen etwas wagen und in die Offensive gehen", erklärt Bundestrainer Markus Eicher die Neuerungen und orientiert sich dabei an den Kollegen anderer Wintersportarten. Auch die Biathleten und Langläufer würden ihre Meisterschaften im Sommer durchführen.

Im Sommerurlaubsort Inzell sollen die zahlreichen Feriengäste abends in die Eisarena gelockt werden. Damit möchte der Verband die zuletzt äußerst beschaulichen, oft nur zweistelligen Zuschauerzahlen verbessern. Dazu sollen neben den Top-Stars Claudia Pechstein, Jenny Wolf, Samuel Schwarz und Moritz Geisreiter auch internationale Läufer sorgen.

Durch den neuen Modus starten die Allrounder über 500, 1500 und 3000 (Frauen) beziehungsweise 5000 m (Männer). Neu sind die Jagdrennen anstelle der Langstrecken (5000 m/10.000 m): Dabei gehen die Führenden mit einem Vorsprung ins Rennen, und die Abstände der Nächstplatzierten werden in Meter umgerechnet. Bei den Sprintern stehen die 100, 300, 500 und 1000 m auf dem Programm.