Wolfsburg (dpa) - Der Volkswagen-Konzern hat den Vorsitzenden des europäischen Autohersteller-Verbandes Acea, Fiat-Chef Sergio Marchionne, zum Rücktritt aufgefordert. Marchionne sei als Präsident untragbar, erklärte Volkswagen-Kommunikationschef Stephan Grühsem. Marchionne solle zurücktreten.

Hintergrund ist ein von der «New York Times» zitierter Vorwurf Marchionnes, Volkswagen betreibe eine rücksichtslose und zerstörerische Preispolitik. «Bei der Preisgestaltung gibt es ein Blutbad. Das ist ein Blutbad bei den Margen», wurde Marchionne zitiert. Indem die Wolfsburger aggressive Rabatte gewährten, nutzten sie die Krise, um Marktanteile zu gewinnen.

Angesichts dieser Äußerungen sei auch ein Austritt aus dem Acea eine Option für Volkswagen, erklärte Kommunikationschef Grühsem.