London (SID) - Zwei Jahre nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung greift Britta Steffens größe Konkurrentin im olympischen Schwimmbecken von London nach Dreifach-Gold. Die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo, die 2010 an Meningitis erkrankt war, nimmt die hohen Erwartungen in der Heimat gelassen. "Ich will etwas Großes erreichen", sagt die 21-Jährige, die die Jahresweltbestenlisten über 50 und 100 m Freistil anführt.

"Ich fühle mich nicht so sehr unter Druck, den größten Druck mache ich mir selbst", meinte Kromowidjojo. Zum ersten Duell mit Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen kommt es am Samstag in der 4x100-m-Freistilstaffel. Nicht nur dort ist sie als Titelverteidigerin mit dem Oranje-Quartett Favoritin, auch auf den beiden Einzelstrecken könnte sie Steffens Nachfolge antreten.

Vor zwei Jahren hatte sie eine Hirnhautentzündung, die sie letztlich ohne Komplikationen überstand, zurückgeworfen. "Es hat mich stärker gemacht", sagte sie, "ich war sieben Wochen aus dem Becken, und es ging danach ganz leicht." Bei der WM im vergangenen Jahr, als Steffen frustriert abreiste, siegte Kromowidjojo zwar mit der Staffel, musste sich aber mit Silber über 50 und Bronze über 100 m begnügen.