Frankfurt/Main (dpa) - Das Investmentbanking entwickelt sich zum Sorgenkind der Deutschen Bank.

Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten infolge der Euro-Schuldenkrise ließen den Vorsteuergewinn der Sparte - lange die Gelddruckmaschine des Instituts - im zweiten Quartal um 63 Prozent auf 357 Millionen Euro einbrechen, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Damit erwies sich der Spartengewinn von 1,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2012 als Strohfeuer. Im Schlussquartal 2011 hatte das Investmentbanking, in dem die Deutsche Bank zum Beispiel mit Beratung bei Fusionen und dem Anleihengeschäft Geld verdient, sogar rote Zahlen geschrieben.

Vor einer Woche hatte die Deutsche Bank bereits einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal vermeldet: Der Überschuss halbierte sich binnen Jahresfrist fast von insgesamt 1,2 Milliarden auf 650 Millionen Euro. Auch der Vorsteuergewinn brach um 46 Prozent auf 960 Millionen Euro ein. Die Erträge sackten im Quartalsvergleich um 6 Prozent auf rund 8 Milliarden Euro ab (Vorjahr: 8,5 Milliarden).

«Im zweiten Quartal war das Ergebnis der Bank durch das volatile Umfeld beeinflusst», erklärten die seit Juni amtierenden Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain in einer Mitteilung. «Die europäische Staatsschuldenkrise belastet weiterhin das Investorenvertrauen und die Kundenaktivitäten über alle Geschäftsbereiche hinweg.»

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