Düsseldorf (dpa) - Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ist schon vor dem ersten Spieltag in der Fußball-Bundesliga Spitzenreiter - bei den Neuzugängen. 17 Spieler hat Fortuna-Trainer Norbert Meier in den vergangenen Tagen und Wochen auf dem Trainingsplatz begrüßt, so viele wie kein anderer Club.

Doch große Namen waren bislang noch Fehlanzeige. Das wird sich wohl ändern, denn ein Coup steht unmittelbar bevor. «Ich will unbedingt zur Fortuna und hoffe, dass der Transfer klappt», sagte Stürmer Andrej Woronin dem Internetportal «Sport1».

Sein bisheriger Club Dynamo Moskau vermeldet das Leihgeschäft für ein Jahr auf der Internetseite bereits als fix, doch die Düsseldorfer halten sich bedeckt. «Wir haben noch nichts unterschrieben, da können die in Moskau sagen, was sie wollen», sagte Fortunas Sportvorstand Wolf Werner am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Der 33 Jahre alte ehemalige ukrainische Nationalstürmer Woronin muss erst den Medizin-Check bestehen. Dafür kam er am Dienstag nach Düsseldorf.

Mit der Rückkehr in die Bundesliga würde Woronin auf seinen alten Mentor treffen. Bei Borussia Mönchengladbach holte der heutige Fortuna-Trainer Meier den damals 18-Jährigen in den Kader, stattete ihn mit einem Profivertrag aus und verhalf ihm zum Bundesliga-Debüt.

Der Angreifer, der in der Bundesliga für Gladbach, FSV Mainz 05, 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Hertha BSC spielte, wäre der prominenteste Neuzugang. Der Kritik, Düsseldorf habe bislang mehr Masse als Klasse geholt, widersprach Werner. «Wir haben einige erfahrene Bundesliga-Spieler verpflichtet. Was erwarten Sie noch? Die Stammspieler von anderen Clubs können wir uns bei einem Etat von 16 Millionen Euro doch gar nicht leisten», sagte der Sportvorstand.

Er sei trotzdem überzeugt, dass das Saisonziel Klassenverbleib erreicht werde. «Die Meisterschaft machen wir Borussia Dortmund und Bayern München schon nicht streitig», meinte Werner. Der ehemalige Bundesligatrainer von Mönchengladbach ist sich aber durchaus bewusst, dass bei so vielen Neuen besonders viel Arbeit auf Coach Meier zukommt. «Es macht es nicht einfacher, denn die Mannschaft muss sich ja erst einmal einspielen. Dafür haben wir aber noch über drei Wochen Zeit», so Werner.

Am Dienstag reiste der Aufsteiger nach Doorwerth in die Niederlande. Bei dem sechstägigen Trainingslager soll sich die Mannschaft den Feinschliff für die Bundesliga-Rückkehr holen. Neue Spielzüge werden einstudiert, neue Verpflichtungen sind nach dem möglicherweise erfolgreichen Woronin-Coup nicht geplant. «Außer wir finden einen, der sofort Leistungsträger ist», sagte Werner einschränkend.

Mitteilung von Dynamo Moskau, auf Russisch