München (dpa) - Nach seinem umstrittenen Vergleich von Fußballern mit Maurern im Fall Breno bekommt Bayern-Präsident Uli Hoeneß Unterstützung vom Münchner Strafrechtsexperten Thomas Pfister.

«Herr Hoeneß hat Recht, dass es ein existenzgefährdendes Urteil gegen den Fußballspieler ist», sagte der renommierte Anwalt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dennoch kritisiert Pfister das Verhalten des früheren Managers des deutschen Fußball-Rekordmeisters: «Eine stille Art der Diplomatie wirkt bei der Justiz besser, als den Poltergeist zu spielen.»

Der ehemalige FC-Bayern-Verteidiger Breno war in München wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Hoeneß hatte daraufhin die Frage aufgeworfen, ob bei Urteilen nicht differenziert werden müsse zwischen «einem Maurer, der seinen Beruf weiter ausüben kann, wenn er wieder rauskommt, und einem jungen Fußballspieler, der absolut nichts anderes kann als Fußball spielen». Hoeneß erntete für diesen Vergleich Unverständnis von einigen Club-Verantwortlichen.