Genf (dpa) - Vor den erbitterten Kämpfen in und um die syrische Großstadt Aleppo sind nach Schätzungen von Helfern allein am vergangenen Wochenende rund 200 000 Menschen geflohen.

Andere suchten zu Tausenden Schutz in Moscheen und öffentlichen Gebäuden, sagte die Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR), Melissa Fleming, am Dienstag in Genf.

Der Syrische Rote Halbmond und andere einheimische Helfer registrierten in der Region täglich etwa 300 geflohene oder vertriebene Familien, die dringend auf Hilfe angewiesen seien. Das UNHCR bemühe sich, Tausende Flüchtlinge unter anderem mit Decken, Küchenutensilien und Zeltplanen zu versorgen. Die Büros in Aleppo und teils auch in Damaskus seien aber nur noch eingeschränkt arbeitsfähig.

Die Grenze zur Türkei haben nach UNHCR-Angaben allein in den vergangenen vier Tagen etwa 2000 Flüchtlinge überquert. Viele berichteten von Straßensperren und Scharfschützen auf dem Weg, was vermutlich auch viele Menschen vor der Flucht ins Nachbarland zurückschrecken lasse.

UNHCR