London (SID) - Die südkoreanische Degenfechterin Shin A Lam soll nach ihrem dramatischen Halbfinal-Aus gegen Silbermedaillengewinnerin Britta Heidemann für ihren "besonderen Sportsgeist" geehrt werden. "Wir befinden uns mit dem Weltverband FIE in Gesprächen, welches der beste Weg ist, an ihre Fairness im Geiste der olympischen Bewegung zu erinnern", sagte Park Yong Sun, Präsident des südkoreanischen Olympischen Komitees.

Im Halbfinalgefecht zwischen Heidemann und Shin war es am Montag zu einer dramatischen Entscheidung gekommen. Beim Stand von 5:5 im Sudden Death hatte es zwei Doppeltreffer innerhalb der letzten Sekunde gegeben.

Die österreichische Obfrau verlangte daraufhin beim Kampfgericht die Überprüfung der Uhr, bei der ein Fehler festgestellt wurde. Die Sekunde wurde wiederholt. Heidemann traf, Shin verlor. Erst nach über einer Stunde stand der Finaleinzug Heidemanns fest. Shin saß in dieser Zeit aus Protest auf der Planche.