London (SID) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Kompromiss im Hidschab-Streit um die saudische Judoka Wodjan Shahrkhani abgesegnet. Wie eine IOC-Sprecherin am Dienstag bestätigte, wird die Schwergewichtlerin am kommenden Freitag in der höchsten Klasse an den Start gehen. Dabei wird Sharkhani in ihrem Auftaktkampf ein Kopftuch tragen, dies war ihr zunächst vom Judo-Weltverband IJF untersagt worden.

Danach hatte das saudische Nachrichtenportal Al Arabya News unter Berufung auf die Tageszeitung "al-Watan" berichtet, der Vater der Kämpferin werde unter diesen Umständen seiner Tochter den Olympiastart in London verbieten und sie umgehend nach Hause holen. "Alle beteiligten Parteien haben eine Lösung gefunden, sie wird mit einem Hidschab antreten", sagte Razan Baker vom NOK des islamischen Landes.

Wojdan Shaherkani ist eine von zwei saudischen Frauen, die bei Olympia in London an den Start gehen. Die zweite Sportlerin ist 800-m-Läuferin Sarah Attar. Das extrem konservative Königreich hatte als letzte Nation Sportlerinnen im olympischen Aufgebot zugelassen und war damit Katar und Brunei gefolgt. Die Nominierungen waren das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem saudischen Olympia-Komitee.