Tokio (dpa) - Der japanische Autobauer Toyota findet zu alter Stärke zurück. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (31. März) von April bis Juni fuhr der Rivale von Volkswagen einen deutlich höheren Gewinn ein als von Experten erwartet.

Der Konzernüberschuss erreichte 290,3 Milliarden Yen (rund 3 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Tokio mitteilte. Das war der höchste Quartalsgewinn seit vier Jahren. Vor einem Jahr hatte Toyota wegen der Auswirkungen der japanischen Erdbeben- und Tsunamikatastrophe gerade noch schwarze Zahlen erreicht. Infolge der Katastrophe war damals die japanische Autoproduktion teilweise komplett zum Erliegen gekommen.

Toyota hat in den ersten sechs Monaten mit seinen weltweiten Absatzzahlen (plus 34 Prozent auf 4,97 Mio Fahrzeuge) die großen Konkurrenten General Motors (plus 2,9 Prozent auf 4,7 Mio) und VW (plus 8,9 Prozent auf 4,45 Mio) wieder auf die Plätze verwiesen und ist damit auf dem Weg, 2012 den prestigeträchtigen Spitzenplatz beim Jahresabsatz zurückzuerobern. Das zeigte sich auch beim Quartalsumsatz. Der Erlös stieg um 60 Prozent auf 5,5 Billionen Yen. Beobachter verwiesen zur Erklärung der starken Zahlen allerdings auch auf die Hilfen der japanischen Regierung.

Der operative Gewinn betrug - nach einem Verlust von 108 Milliarden Yen vor einem Jahr - diesmal 353 Milliarden Yen. Erfolgreich war der Autobauer vor allem mit seinen Prius-Modellen in Japan und dem neuen Camry in den USA. Der Prius hat mit seinem Hybridmotor aus Benzin- und Elektroantrieb bereits in den USA überraschend viele Käufer gefunden.

Neue Probleme drohen allerdings von altbekannter Seite. Weltweit hat der von Rückrufaktionen schwer gebeutelte Konzern erneut 1,5 Millionen Wagen wegen Problemen an der Hinterachse in die Werkstätten gerufen, wie Toyota am Mittwoch mitgeteilt hatte. Allein in Deutschland sind davon rund 70 000 Fahrzeuge betroffen.

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