London (SID) - Ruderin Nadja Drygalla hat am Donnerstag das Olympische Dorf in der Nähe der Regattastrecke in Eton Dorney verlassen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in der Nacht zum Freitag bekannt. Genaue Gründe für die Abreise nannte der DOSB zunächst nicht.

"Heute erhielt die Mannschaftsleitung der Deutschen Olympiamannschaft Erkenntnisse zum privaten Umfeld der Rudererin Nadja Drygalla. Daraufhin habe ich im Beisein des Sportdirektors des Deutschen Ruderverbandes, Herrn Mario Woldt, ein ausführliches und intensives Gespräch mit unserem Mannschaftsmitglied geführt. Frau Drygalla hat am Ende unseres Gesprächs erklärt, dass sie das Olympische Dorf verlassen wird, um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen. Die Mannschaftsleitung begrüßt diesen Schritt", sagte Michael Vesper, Chef de Mission der Deutschen Olympiamannschaft.

Frau Drygalla habe in dem Gespräch glaubwürdig bekräftigt, dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta und den in der Präambel der DOSB-Satzung niedergelegten Grundsätzen bekenne, so Vesper.

"Wir werden nach den Olympischen Spielen noch im August ein weiteres Gespräch mit Nadja Drygalla führen. Danach werden wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise besprechen und natürlich auch kommunizieren", sagte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Drygalla hatte mit dem deutschen Frauen-Achter den letzten Platz auf dem Dorney Lake belegt. Ein weiterer Start der 23-Jährigen war nicht vorgesehen.