London (SID) - Daniel Brodmeier hat bei den Olympischen Spielen die erste Medaille für die deutschen Schützen knapp verpasst. Im Kleinkaliber liegend kam der Olympia-Debütant aus Niederlauterbach mit 698,2 Ringen auf den fünften Rang. "Das ist der Höhepunkt meiner Karriere", sagte er mit einem Lachen: "Es war einfach nur ein geiles Finale, ein guter Tag. Ich habe mich wahnsinnig reinbeißen müssen."

Brodmeier (25) war mit 595 Ringen in der Qualifikation auf dem geteilten vierten Platz gelandet, setzte sich im anschließenden Stechen gegen acht weitere Athleten durch und erreichte das Finale. "Das Shoot-off war die Hölle, das Finale einfach nur schön. Ich habe einen guten Wettkampf geschossen."

Gold ging an den favorisierten Sergej Martinow aus Weißrussland, der mit 705,5 Ringen Weltrekord schoss. Silber holte Lionel Cox aus Belgien (701,2) vor Rajmond Debevec aus Slowenien. Maik Eckhardt (Dortmund) war als 37. der Qualifikation vorzeitig ausgeschieden.