London (SID) - Mit zwei starken Wettfahrten am Sonntag hat Surferin Moana Delle bei den olympischen Regatten vor Weymouth ihre Chance auf eine Medaille gewahrt. Die 23-jährige hat als Gesamtvierte mit 39 Zählern lediglich einen Punkt Rückstand auf den Bronzeplatz. Vor dem doppelt gewerteten Finale am Dienstag führt mit 24 Punkten die Spanierin Marina Alabau. Ebenfalls am Dienstag findet das Medal Race der RS:X-Männer statt, für das sich Toni Wilhelm aus Dogern am Sonntagnachmittag eine optimale Ausgangsposition sichern will.

Das erste Segler-Gold der Londoner Spiele ging sensationell an die Schweden Fredrik Loof und Max Salminen. Sie schlugen im Starboot die hochfavorisierten Peking-Gewinner Iain Percy und Andrew Simpson aus Großbritannien mit einem Sieg im abschließenden Medaillenrennen. Die Briten waren mit acht Punkten in das doppelt zählende Rennen gegangen, enttäuschten aber mit einen achten Platz im Finale und mussten sich mit Silber vor den Brasilianern Robert Scheidt und Bruno Prada genügen.

Die Berliner Robert Stanjek und Frithjof Kleen wurden in der Endabrechnung Sechste. "Für uns war Olympia trotzdem eine schöne und wichtige Erfahrung", sagten die Vize-Weltmeister nach ihrer Olympia-Premiere: "Gegen die hochdekorierte Konkurrenz fehlte uns allerdings ein wenig die Abgebrühtheit."

Nachdem der Weltverband ISAF das Starboot für 2016 überraschend aus dem Programm genommen hat, hoffen die Segler auf ein Einlenken des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zumal die Bootsklasse mit dem brasilianischen Nationalhelden Robert Scheidt besetzt ist. Er soll bei der Schlussfeier am kommenden Sonntag die olympische Flagge als offizieller Vertreter von Rio de Janeiro entgegennehmen.