Frankfurt/Main (dpa) - Nach seinem jüngsten Kurssprung hat der Dax am Montag zunächst keine klare Richtung gefunden. Im frühen Handel stand der deutsche Leitindex 0,16 Prozent tiefer bei 6855 Punkten.

Am Freitag hatte das Börsenbarometer dank starker US-Konjunkturdaten fast vier Prozent gewonnen und erstmals seit April wieder über 6800 Punkten geschlossen. Der MDax stieg hingegen am Montagmorgen um 0,27 Prozent auf 11 020 Punkte, während es für den TecDax um 0,05 Prozent auf 785 Punkte nach unten ging.

Laut Börsianern stützten gute Nachrichten aus Griechenland, wo es am Sonntag eine Einigung mit den internationalen Kreditgebern auf die Eckpunkte eines weiteren Sparpakets gab. Händler warnten aber angesichts weiter bestehender Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Euro-Schuldenkrise vor zu viel Risikobereitschaft.

Die Titel des Versicherers Allianz schafften es mit plus 1,10 Prozent an die Dax-Spitze, nachdem die US-Bank JPMorgan sie mit Blick auf die jüngsten Zahlen hochgestuft hatte und nun eine Übergewichtung empfiehlt. Dagegen gehörten die Aktien von Bayer mit minus 0,76 Prozent zu den schwächsten Werten. Der Chemie- und Pharmakonzern sieht zwar Spielraum für eine Dividendenerhöhung, falls das Geschäft weiter brummt. Händlern zufolge rechneten die Anleger aber bereits vorher mit einer steigenden Ausschüttung an die Aktionäre.