Kaiserslautern (dpa) - Die «Mission Wiederaufstieg» des 1. FC Kaiserslautern hat mit einer großen Enttäuschung begonnen. Trotz einer spektakulären Aufholjagd musste sich der Bundesliga-Absteiger auf dem Betzenberg mit einem 3:3 (0:0) gegen den 1. FC Union Berlin begnügen.

Marc Pfertzel (90.+1) schoss am Montagabend in der Nachspielzeit noch den Ausgleich für den Außenseiter. Dabei hatte der FCK kurz zuvor durch Tore von Profi-Debütant Hendrick Zuck (86.) und Mohamadou Idrissou (58./72.) aus einem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung gemacht. Die ersten beiden Treffer für Union erzielten Michael Parensen (47.) und Patrick Zoundi (54.).

31 600 Zuschauer sahen eine langweilige erste und eine atemberaubende zweite Halbzeit. Beide Fußball-Mannschaften zeigten Charakter und Moral, das Ergebnis ging daher unter dem Strich in Ordnung.

Im Vergleich zur Vorsaison baute der neue Trainer Franco Foda die Lauterer Offensive komplett um. Mit den Neuzugängen Albert Bunjaku und Idrissou im Sturm sowie dem schon fast aussortierten Gil Vermouth und dem 22-jährigen Zuck dahinter fand der Favorit lange Zeit kaum Mittel gegen die gut organisierte Berliner Abwehr. Erst nach dem Wechsel zeigte der FCK, dass er vorne mit deutlich mehr Tempo und Kreativität spielen kann als noch zu Erstliga-Zeiten.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte aber zunächst der Schock für den Aufstiegskandidaten: Parensen schloss einen schönen Konter zum 0:1 ab. Zoundi legte nur sieben Minuten später nach. Der FCK gab jedoch nie auf und antwortete mit den beiden Toren von Idrissou sowie dem vermeintlichen Siegtreffer von Zuck. Pfertzels Schuss setzte jedoch den Schlusspunkt unter dieses furiose Spiel.