London (SID) - Der siebenmalige Europameister Patrick Hausding hat im ersten Männer-Einzelwettbewerb der Wasserspringer mit einer starken Leistung das olympische Halbfinale erreicht. Der 23-Jährige aus Berlin belegte nach sechs Sprüngen mit 477,15 Punkten Rang vier und zog damit sicher in die Runde der besten 18 am Dienstag (11.00 Uhr MESZ) ein.

Für den Leipziger Stephan Feck platzte der Halbfinaltraum bei seinem Olympia-Debüt dagegen vorzeitig. Beim zweiten Sprung, einem dreieinhalbfachen Vorwärtssalto, kam der 22-Jährige völlig schief aus dem Brett und knallte mit dem Rücken auf das Wasser. Von den Kampfrichtern erhielt er für den Versuch keine Punkte. Der zweimalige Vize-Europameister im Synchronwettbewerb setzte den Wettbewerb zunächst fort, brach ihn vor dem vierten Sprung dann aber ab.

"Ich habe etwas Risiko rausgenommen und einen schwereren Sprung noch nicht gezeigt. Den plane ich für das Finale. Für nach ganz vorne sind auch die schweren Sprünge nötig", sagte Hausding: "Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu verbessern. Wenn ich das schaffe, kann ich auch wieder nach vorne springen." Feck war nach seinem Fauxpas dagegen enttäuscht. "Das Halbfinale wäre möglich gewesen. Ich wollte auch weiterkämpfen, habe aber etwas zu zittern angefangen und mir ist übel geworden. Aus Sicherheitsgründen habe ich dann aufgehört", sagte er.

Vorkampfbestleistung erzielte etwas überraschend Vize-Weltmeister Ilja Sacharow (Russland/507,65) vor Titelverteidiger und Weltmeister He Chong (China/500,90). Dessen Landsmann und Synchron-Olympiasieger Qin Kai patzte dagegen im fünften Durchgang und zog nur als Elfter ins Halbfinale ein. Damit könnte im Finale am Dienstag (20.00) die Siegesserie der Chinesen, die bisher alle fünf Wettbewerbe in London gewonnen haben, reißen.