London (SID) - Verhängnisvolle Hasch-Kekse: Judoka Nicholas Delpopolo aus den USA wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am Montag wegen eines eher ungewöhnlichen Dopingverstoßes von den Spielen in London ausgeschlossen. Der 23-Jährige musste die Heimreise antreten, nachdem er positiv auf Cannabis getestet worden war.

Delpopolo, der am vergangenen Montag in der Klasse bis 73 kg nach seiner Niederlage im Viertelfinale den siebten Platz belegt hatte und nun aus der Wertung genommen wurde, zeigte sich in seiner Rechtfertigung beim IOC zwar nicht als reuiger Sünder - aber durchaus peinlich berührt.

"Der Sportler hat seinen positiven Test mit dem versehentlichen Verzehr von Lebensmitteln begründet, von denen ihm nicht klar war, dass sie mit Marihuana gebacken wurden", hieß es in einem IOC-Statement. Delpopolo habe sich bei seinen Teamkollegen und Fans entschuldigt und angedeutet, dass ihn sein "Fehler peinlich berührt" habe. Der Judoka, der seine frühe Kindheit in einem Waisenhaus in Montenegro verbracht hatte und später von einem amerikanischen Ehepaar adoptiert worden war, verzichtete auf sein Recht, in dem Fall angehört zu werden.

Es ist der fünfte offiziell durch das IOC bestätigte Dopingfall in London. Zahlreiche weitere Athleten waren von ihren Nationalverbänden unmittelbar vor oder während der Spiele ausgeschlossen worden.