Teheran (dpa) - Teheran hat die USA für das Schicksal der in Syrien entführten Iraner verantwortlich gemacht. Das ergebe sich aus der Unterstützung des Landes für die bewaffneten syrischen Rebellen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag berichtete, bestellte das iranische Außenministerium am Montagabend den Schweizer Botschafter ein, um diese Botschaft zu übermitteln. Die Schweiz vertritt die Interessen Washingtons im Iran, weil die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Eine islamistische Aufständischen-Gruppe hatte die 48-köpfige Pilgergruppe am Samstag in Damaskus entführt und behauptet, sie seien feindliche Agenten.

Der Iran - einer der engsten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad - hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. Keine Reaktion aus Teheran gab es zunächst zu Berichten über den angeblichen Tod dreier Geiseln. Die für die Entführung verantwortliche Al-Baraa-Brigade hatte in der Nacht auf ihrer Facebook-Seite berichtet, die Iraner seien im Granatenhagel der Armee gestorben. Die Entführer hatten zuvor mit der Hinrichtung der Geiseln gedroht, sollten die Artillerieangriffe fortgesetzt werden.

Im nordsyrischen Aleppo wurden nach Angaben des Staatsfernsehens am Dienstag mindestens 25 Aufständische bei schweren Kämpfen getötet. Die Rebellen hätten ein Windkraftwerk angegriffen und seien zurückgeschlagen worden. Die Oppositionellen eroberten nach eigenen Angaben in zehnstündigen Kämpfen einen strategisch wichtigen Armee-Kontrollpunkt.