London (SID) - Nur Usain Bolt kann in der Geschichte der 100 m bei Olympischen Spielen mit Usain Bolt Schritt halten. 60 Zentimeter machen die sechs Hundertstelsekunden aus, die der schnellste Mann der Welt bei seinem Olympiasieg in Peking 2008 (9,69) langsamer war als am Sonntag im Finale von London (9,63). Das errechnete die New York Times, die den Jamaikaner auch in Relation zu den Legenden der 100 m setzte.

Carl Lewis (USA/9,92) hätte 1988 in Seoul schon 2,9 Meter Rückstand gehabt, Armin Hary 1960 in Rom (10,2) bereits 5,6 Meter. Der legendäre Jesse Owens (USA/10,3) wäre mit seiner Zeit von den Spielen 1936 in Berlin 6,5 Meter hinter Bolt geblieben.

Und Thomas Burke? Der Amerikaner hätte den viermaligen Olympiasieger nur noch aus der Ferne gesehen. 1896 in Athen benötigte der erste 100-m-Olympiasieger der Neuzeit 12,0 Sekunden - aus heutiger Sicht eine Ewigkeit, die von Bolt mit 19,7 m Rückstand bestraft würde.