London (SID) - Europameister Frank Stäbler hat beim olympischen Ringer-Turnier die Bronzemedaille in der Klasse bis 66 kg knapp verpasst. Der Griechisch-Römisch-Spezialist aus Musberg verlor im kleinen Finale gegen den Georgier Manuchar Zschadaja mit 1:3 und landete damit auf dem fünften Platz.

"Der unglaubliche Traum von einer Olympia-Medaille hat nicht sollen sein", sagte der 22 Jahre alte Schwabe, der auch bei der WM im Vorjahr Fünfter geworden war und damit das London-Ticket gelöst hatte, "Olympische Spiele sind von der Intensität und den Emotionen nicht mit einer Welt- oder Europameisterschaft zu vergleichen."

Stäbler hatte in London seinen Auftaktkampf gegen den Ungarn Tamas Lorincz klar nach Punkten verloren. "Wir wussten, dass Lorincz ein Weltklasse-Ringer ist", sagte Bundestrainer Jannis Zamanduridis, "Frank wollte viel, aber der Ungar ist mit seiner ganzen Erfahrung besser mit dem Druck zurechtgekommen."

Da sich Lorincz aber ins Finale vorkämpfte, wo er schließlich dem neuen Olympiasieger Kim Hyeonwoo aus Südkorea unterlag, erreichte Stäbler nach langem Bangen die Hoffnungsrunde. Dort ließ er zunächst dem Amerikaner Justin Lester keine Chance und lieferte "einen meiner besten Kämpfe überhaupt" ab. Im Bronze-Duell war der zweimalige WM-Dritte Zschadaja eine Spur cleverer.