Frankfurt/Main (dpa) - Nachdem der Dax an den vorangegangenen beiden Tagen auf der Stelle getreten ist, hat er am Freitag zunächst etwas nachgegeben. Börsianer verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus China, die laut Marktteilnehmern auch die Börsen in Europa belasteten.

Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um 0,53 Prozent auf 6928 Punkte. Der MDax verlor 0,49 Prozent auf 11 010 Punkte, der TecDax gab um 0,32 Prozent auf 784 Punkte nach. Angesichts der aktuellen Daten zum Außenhandel drücke die Sorge, dass die chinesische Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, auf die Kurse, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einer Fortsetzung des jüngsten Konsolidierungskurses. Die Vorgaben aus Übersee fielen negativ aus.

Auf der Tagesagenda stehen zum Wochenschluss eine Reihe von Unternehmensberichten. Die Aktien von ThyssenKrupp gewannen an der Dax-Spitze 3,32 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte operative Quartalsgewinn (EBIT) aus dem fortzuführenden Geschäft brach weniger als befürchtet ein.

Dazu kam der bestätigte Ausblick des Industrie- und Stahlkonzerns. Hannover Rück musste im zweiten Quartal wegen ungünstiger Finanzgeschäfte einen Gewinnrückgang von 13 Prozent verkraften. Damit schnitt der Rückversicherer deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet, was die Aktie mit minus 5,39 Prozent ans MDax-Ende drückte.