Frankfurt/Main (dpa) - Nachdem der Dax an den vorangegangenen beiden Tagen auf der Stelle getreten ist, hat er am Freitag etwas nachgegeben. Marktexperten verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus China, die auch die Börsen in Europa belasteten.

Der deutsche Leitindex sank bis zum Mittag um 0,55 Prozent auf 6927 Punkte. Der MDax verlor 0,31 Prozent auf 11 030 Punkte, der TecDax gab um 0,52 Prozent auf 782 Punkte nach.

Angesichts der aktuellen Daten zum Außenhandel belaste die Sorge, dass die chinesische Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einer Fortsetzung des jüngsten Konsolidierungskurses.

Auf der Tagesagenda standen zum Wochenschluss eine Reihe von Unternehmensberichten. Die Aktien von ThyssenKrupp gewannen an der Dax-Spitze 5,56 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte operative Quartalsgewinn (EBIT) aus dem fortzuführenden Geschäft brach weniger als befürchtet ein. Dazu kam der bestätigte Ausblick des Industrie- und Stahlkonzerns. Dagegen belasteten mehrere Abstufungen aufgrund schwacher Zahlen die Commerzbank-Aktien. Sie weiteten mit minus 2,12 Prozent ihre Vortagsverluste aus und waren damit Dax-Schlusslicht. Hannover Rück musste im zweiten Quartal wegen ungünstiger Finanzgeschäfte einen Gewinnrückgang von 13 Prozent verkraften. Damit schnitt der Rückversicherer deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet, was die Aktie mit minus 3,45 Prozent ans MDax-Ende drückte.