New York (dpa) - Aus Sorge über die Gefahr eines langanhaltenden Bürgerkrieges in Syrien hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Weltgemeinschaft am Donnerstag zu «kollektiver Verantwortung» aufgerufen.

«Wir alle sind der syrischen Bevölkerung verpflichtet», sagte er in einer Botschaft an ein internationales Beratertreffen zum Syrienkonflikt in Teheran. «Für die Beratergruppe heißt das, dass sie sich gemeinsam darum bemühen muss, Syriens Führung zum Kurswechsel und politischen Übergangsprozess überreden muss».

Zwar sollte der erste Schritt für ein Ende der Gewalt von Syrien selbst kommen, ganz besonders von der Regierung in Damaskus. «Aber ihre Weigerung, die Waffen niederzulegen, befreit uns nicht von der Pflicht zu handeln», sagte Ban in seinem Aufruf. Seit Beginn der Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad vor 17 Monaten sind nach UN-Schätzungen schon etwa 17 000 Menschen ums Leben gekommen, die meisten Zivilisten. Die Zahl der Vertriebenen liegt laut UN bei 1,5 Millionen Syrern.

UN-Hinweis auf Bans Erklärung