Steuerfahnder verfolgen laut Zeitung Spur nach Singapur

Berlin (dpa) - Schweizer Banken sollen nach einem Zeitungsbericht für deutsche Kunden Vermögen nach Fernost geschafft haben. Mit dem Ankauf von Daten der Schweizer Großbank UBS seien die Ermittler in den Besitz von Unterlagen gekommen, die das belegen sollen, berichtet die «Financial Times Deutschland». Die Zeitung zitiert einen Insider aus dem Umfeld des Finanzministeriums in Düsseldorf. Sollte sich der Verdacht erhärten, würde das die Kritiker des geplanten Steuerabkommens mit der Schweiz bestätigen, schreibt das Blatt.

Umfrage: Skandal gefährdet Bereitschaft zur Organspende

Berlin (dpa) - Der Transplantationsskandal lässt die Bereitschaft zur Organspende nach einer neuen Umfrage bröckeln. 45 Prozent der Bundesbürger haben seit Bekanntwerden der Manipulationen an den Unikliniken Göttingen und Regensburg eher Bedenken, als Organspender zur Verfügung zu stehen. Das geht aus einer Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa hervor. 42 Prozent teilen die Bedenken nicht. 36 Prozent haben derzeit nicht vor, ihre Bereitschaft zur Organspende zu bekunden. Nur 30 Prozent haben dies vor.

Syrienkonferenz im Iran bleibt ohne Ergebnisse

Teheran (dpa) - Auch der Iran hat nicht zur Lösung der Syrienkrise beitragen können. Eine Konferenz in Teheran endete ohne konkrete Ergebnisse. Der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi konnte am Ende der Tagung nur bekanntgeben, dass sich alle 30 Teilnehmer gegen Gewalt in Syrien und für eine nationale Lösung ohne ausländische Einmischung ausgesprochen hätten. In der Metropole Aleppo gehen die Kämpfe inzwischen weiter. Die Rebellenarmee musste sich nach eigener Darstellung aus einem strategisch wichtigen Bezirk zurückziehen.

UN-Chef mahnt «kollektive Verantwortung» für Syrien an

New York (dpa) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Weltgemeinschaft zu kollektiver Verantwortung für Syrien aufgerufen. Alle seien der syrischen Bevölkerung verpflichtet, sagte er in einer Botschaft an ein internationales Beratertreffen zum Syrienkonflikt in Teheran. Die Beratergruppe müsse sich darum bemühen, Syriens Führung zum Kurswechsel zu überreden. Zwar sollte der erste Schritt für ein Ende der Gewalt von Syrien selbst kommen, ganz besonders von der Regierung in Damaskus. Aber ihre Weigerung, die Waffen niederzulegen, befreie die Weltgemeinschaft nicht von der Pflicht zu handeln.

Neuer Chef des Verfassungsschutzes tritt Amt an

Köln (dpa) - Der neue Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, tritt heute in Köln offiziell sein Amt an. Maaßen ist Nachfolger von Heinz Fromm, der wegen der umstrittenen Vernichtung von Akten zur Neonazi-Mordserie vorzeitig in den Ruhestand gegangen war. Wegen Versäumnissen bei der Aufdeckung der Morde war der Verfassungsschutz scharf kritisiert worden. Maaßen hat bereits angekündigt, dass er das Vertrauen in seine Behörde zurückgewinnen und den Verfassungsschutz transparenter machen wolle.

Berlin wehrt sich gegen Vorwürfe von deutschem Syrien-Häftling

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung setzt sich gegen schwere Vorwürfe eines Deutschen zur Wehr, der in der umkämpften Stadt Aleppo in einem syrischen Gefängnis sitzt. Das Auswärtige Amt wies Kritik zurück, sich um den 51-Jährigen nicht ausreichend zu kümmern. Der Mann werde bereits seit seiner Inhaftierung 2006 betreut, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nach der Schließung der deutschen Botschaft in Damaskus sei die Botschaft in Libanons Hauptstadt Beirut eingeschaltet worden.