London (SID) - Thomas Bach hält sich im Machtkampf um den Präsidentenposten des Internationalen Olympischen Komitees auch auf internationalem Parkett weiterhin bedeckt. "Es ist zwar eine Ehre, wenn mir Menschen diese Aufgabe zutrauen", sagte der deutsche IOC-Vizepräsident im Gespräch mit der Tageszeitung China Daily: "Es wäre aber weder dem Präsidenten noch dem IOC gegenüber fair, jetzt darüber zu diskutieren."

Auch in Deutschland hatte sich der aussichtsreichste Kandidat für das höchste Amt des IOC in den vergangenen Wochen diesbezüglich eher zurückhaltend geäußert und zuletzt gesagt, eine mögliche Kandidatur für die Nachfolge von IOC-Präsident Jacques Rogge müsse er spätestens ein Vierteljahr vor der Wahl eines Nachfolgers im September 2013 bei der 125. IOC-Session in Buenos Aires anmelden.

Die aktuellen Olympischen Spiele in London haben den 58-Jährigen in Begeisterung versetzt. "Sie sind großartig, fördern die Globalisierung des Sports", sagte Bach: "Auch Athleten aus kleineren Nationen tauchen plötzlich auf und gewinnen sogar Medaillen."

Besonders angetan zeigte sich der Fecht-Olympiasieger von 1976 vor allem von der Stärke der chinesischen Mannschaft. "Das ist schon beeindruckend", sagte Bach, nachdem das Reich der Mitte kurz vor Ende der Spiele mit 80 Medaillen, davon 37 aus Gold, im Medaillenspiegel fast gleichauf mit den USA lag.