Frankfurt/Main (dpa) - Schwindende Hoffnungen auf eine rasche konjunkturelle Unterstützung seitens der Notenbanken haben am Mittwoch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax sank im frühen Handel um 0,47 Prozent auf 6941 Punkte. Der MDax gab um 0,36 Prozent auf 11 010 Punkte nach.

Der TecDax sank um 0,23 Prozent auf 777 Punkte. «In ganz Asien geben die Märkte nach, da Investoren nach den jüngsten Konjunkturdaten in Europa und den USA zunehmend nicht mehr an weitere geldpolitische Lockerungen im September glauben», sagte Marktstratege Stan Shamu von IG Marktes.

Händler Markus Huber von ETX Capital meinte, trotz der vielen neuen veröffentlichten Konjunkturdaten gebe es nicht mehr Klarheit, in welche Richtung es in Europa und weltweit gehe. Auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial reagierte negativ und zeigte sich seit dem Xetra-Schluss am Vortag etwas schwächer.

Bevor am Nachmittag neue US-Konjunkturdaten wie Verbraucherpreise oder Industrieproduktion für Kursbewegungen sorgen könnten, geht es nach der Berichtsflut am Vortag nun recht ruhig zu. Zu den Favoriten im Dax zählten erneut die Aktien des Pharma- und Chemieunternehmens Merck.

Nach starken Quartalszahlen und leicht angehobenen Jahresprognosen am Vortag profitierten sie nun von mehreren positiven Studien. Nach einem Anstieg am Dienstag um etwas mehr als 4 Prozent gewannen die Papiere weitere 0,40 Prozent auf 86,34 Euro.

Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp fielen um 1,15 Prozent und zählten damit zu den schwächsten Dax-Werten. Die Papiere des Stahlhändlers Salzgitter büßten am Ende des MDax 2,16 Prozent ein. Beide Werte litten unter Aussagen des brasilianischen Stahlproduzenten Vale, der davon ausgeht, dass die goldenen Zeiten des chinesischen Wachstums vorbei seien. Das hatte bereits die Stahlwerte in Asien belastet.