Berlin (dpa) - Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, fordert eine gerechtere Verteilung der Kosten der Energiewende. «Niemand darf durch die Stromrechnung arm werden», sagte Flasbarth der Tageszeitung «Die Welt».

Unternehmen und Verbraucher sollten nach ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit belastet werden. Dann könnten die Kosten auf mehr Schultern als bisher verteilt werden.

«Wer den Strom nicht bezahlen kann, braucht staatliche Unterstützung», sagte Flasbarth. Betroffene private Haushalte sollten durch Energieberatung und Hilfen beim Kauf energiesparender Haushaltsgeräte entlastet werden. Entlastungen für Unternehmen etwa bei der Ökosteuer und der EEG-Umlage sollten nicht länger nach dem «Gießkannenprinzip» verteilt werden, sondern gezielt nur noch energieintensiven Unternehmen gewährt werden, die andernfalls «gravierende Nachteile im internationalen Wettbewerb hätten».