Berlin (dpa) - In der SPD beruhigt sich die Diskussion über den Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl im Herbst 2013 nicht. Der Vorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, brachte nun wieder die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ins Gespräch.

«Sie wäre sicherlich eine hervorragende Kandidatin und Kanzlerin», sagte Stöß dem «Tagesspiegel».

Die SPD habe zwar drei «wirklich bekannte und bemerkenswerte Persönlichkeiten» - den Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel, Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier und den früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. «Aber natürlich kann ich mir auch noch andere vorstellen, vor allem Frauen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wäre eine von ihnen», sagte Stöß. Er bedauere Krafts Entscheidung, in Nordrhein-Westfalen bleiben zu wollen, verstehe sie aber auch, fügte er hinzu.

Erst am Montag hatte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles an ihre Partei appelliert, sich mit Äußerungen zur Kanzlerkandidatur zurückzuhalten. Es bleibe dabei, dass der SPD-Kandidat rund um die Niedersachsen-Wahl im kommenden Januar gekürt werde.