Frankfurt (dpa) - Der Dax hat erstmals seit Anfang April 2012 wieder die Hürde von 7.000 Punkte überwunden. Angetrieben von Gewinnen beim Euro und an der Wall Street erreichte der Leitindex sein Tageshoch bei 7.001,40 Punkten.

Zuletzt jedoch fiel das Börsenbarometer wieder unter die 7.000er-Marke und legte nur noch um 0,69 Prozent zu auf 6.994,46 Punkte. Die Sorge um ein Ende der Politik des billigen Geldes, die das Börsenbarometer vor etwas mehr als vier Monaten noch unter die 7.000er-Marke gedrückt hatte, hat sich inzwischen in ihr Gegenteil verkehrt: Im Grunde habe der Dax in den vergangenen Wochen nur so kräftig zugelegt, weil wieder allerorts auf weitere Unterstützung durch die Notenbanken gehofft werde, sagte Marktanalyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG.

"Quartalszahlen hin oder her, alles baut derzeit auf Liquiditätszuschüsse auf, denn auch wenn es leicht positive Ausreißer bei den Konjunkturdaten gibt, geben die wirtschaftlichen Rahmendaten letztlich nichts wirklich Positives her." Typisch und paradox sei zugleich, dass der Anstieg sich selbst stütze. Schmidt nennt das einen "Markt der Lemminge", da keiner mit Überzeugung kaufe, sondern alle nur aus Sorge, am Ende nicht dabei gewesen zu sein, nachziehen. Wie nachhaltig daher die Rückeroberung der 7.000 Punkte-Marke sei, sei fraglich.