New York (dpa) - Die Befürchtungen um einen neuerlichen Kurseinbruch der Facebook-Aktie haben sich zunächst nicht bestätigt. Am Donnerstag lag das Papier im vorbörslichen New Yorker Handel lediglich um zwei Prozent im Minus bei 20,81 Dollar.

An diesem Tag läuft eine erste Haltefrist nach dem Börsengang aus und zahlreiche Alteigentümer dürfen nun weitere Aktien auf den Markt werfen. Der reguläre Handel beginnt um 15.30 Uhr deutscher Zeit.

Mancher Beobachter sorgt sich, dass eine regelrechte Flut an Facebook-Anteilsscheinen den Markt überschwemmen könnte. Insgesamt 271 Millionen Aktien dürfen nun zusätzlich gehandelt werden. Das ist eine beträchtliche Anzahl: Beim Börsengang selbst waren 421 Millionen Aktien zu 38 Dollar verkauft worden. Schon am zweiten Handelstag brach der Kurs ein und erreicht seitdem immer neue Tiefstände.

Interessant ist diese zweite Welle an Anteilsverkäufen vor allem deshalb, weil viele Alteigner im Verwaltungsrat von Facebook sitzen, dem höchsten Firmengremium. Sie haben damit Einblick in den Geschäftsverlauf und die Zukunftsplanungen des weltgrößten Sozialen Online-Netzwerks. Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg darf allerdings zunächst keine weiteren Aktien verkaufen.

Zuletzt hatte sich vor allem als Problem erwiesen, dass immer mehr Nutzer mit ihren Smartphones auf Facebook zugreifen - auf den kleinen Bildschirmen lässt sich aber kaum Werbung unterbringen. Anzeigen sind die Haupteinnahmequelle von Facebook. Von den 955 Millionen Nutzern kommunizieren inzwischen 543 Millionen mobil mit ihren Freunden und Bekannten auf Facebook.

Mitteilung zu Q2 mit Haltefristen, S. 53

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