New York (dpa) - Der UN-Sicherheitsrat wird die Beobachtermission Unsmis in Syrien nicht verlängern. «Unsmis wird auslaufen», sagte der französische UN-Botschafter Gérard Araud in New York nach Beratungen des Weltsicherheitsrats.

«Wir alle hatten das Gefühl, dass die Bedingungen für eine Verlängerung nicht gegeben sind.» Die Präsenz der UN in Syrien werde aber andauern. In einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe er die Eröffnung eines Verbindungsbüros in Damaskus unterstützt, sagte Araud.

Das Mandat der Mission läuft an diesem Sonntag um Mitternacht aus. Für eine Verlängerung hätten zwei Bedingungen erfüllt werden müssen: weniger Gewalt und kein Einsatz von schweren Waffen mehr. Aus Diplomatenkreisen war bereits im Vorfeld der Beratungen zu hören gewesen, dass diese Bedingungen nicht erfüllt seien.

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin bedauerte das Ende von Unsmis. «Aber wir sind optimistisch im Hinblick auf eine Reform der UN-Präsenz in Syrien.» Gleichzeitig kündigte er für diesen Freitag ein Treffen der Syrien-Aktionsgruppe gemeinsam mit den Botschaftern des Irans und Saudi-Arabiens in New York an.