München (dpa) - Der frühere MAN-Vorstand Anton Weinmann muss sich von heute an vor dem Landgericht München I wegen Beihilfe zur Bestechung verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Manager vor, von Schmiergeldzahlungen des Lastwagenbauers in Belgien und Slowenien nicht nur gewusst, sondern die Vorgänge auch genehmigt zu haben.

Weinmann bestreitet die Anklage und wehrt sich auch mittels Strafanzeigen gegen Münchner Staatsanwälte gegen die Vorwürfe. Weinmann hatte ab 2005 die Lkw-Sparte von MAN geleitet und musste nach Bekanntwerden der Affäre wie andere Manager auch seinen Posten 2009 räumen. Der Konzern hatte wegen der Schmiergeldaffäre eine Geldbuße von 150 Millionen Euro gezahlt.