Schwerin (dpa) - Der Chef der Schweriner NPD-Landtagsfraktion, Udo Pastörs, ist wegen Verunglimpfung und Verleumdung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Schwerin folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Nach deren Überzeugung hatte der Rechtsextremist in einer Landtagsrede den Holocaust indirekt geleugnet und so die Opfer des Nazi-Regimes verächtlich gemacht. In seiner Rede im Januar 2010 hatte Pastörs von einer «Auschwitzprojektion» der Demokraten und einem «Sieg der Lüge über die Wahrheit» gesprochen.

Die Verteidigung hatte unter Hinweis auf den besonderen Schutz der freien Rede in Parlamenten Freispruch gefordert.