Pfullendorf (dpa) - Alno-Chef Max Müller hat die Aktionäre eindringlich auf das geplante Rettungspaket für den kriselnden Küchenbauer eingeschworen. «Ich will nichts beschönigen.

Ohne ein erhebliches finanzielles Entgegenkommen der einzelnen Kreditgeber, der Hauptaktionäre und anderer Alno-Gläubiger in den vergangenen Wochen wäre eine Insolvenz der Gesellschaft nicht mehr abzuwenden gewesen», sagte er am Dienstag bei der Hauptversammlung im oberschwäbischen Pfullendorf.

Alno hatte sich vor gut einem Monat mit seinen Hauptaktionären und den wichtigsten Banken auf das Finanzierungskonzept geeinigt. Investoren schießen demnach durch eine massive Kapitalerhöhung mehr als 46 Millionen Euro frisches Geld in das klamme Unternehmen, Banken erlassen Kredite in Höhe von knapp 11 Millionen Euro, Geschäftspartner lassen Alno mehr Zeit, um Forderungen von bis zu 62 Millionen Euro zu begleichen. Für dieses Rettungspaket müssen nun nur noch die Aktionäre grünes Licht geben. «Es ist - und das kann ich an dieser Stelle nicht deutlich genug betonten - für die Überleben unseres Unternehmens von existenzieller Bedeutung», sagte Müller.

Im ersten Halbjahr hat der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland seine Verluste immerhin spürbar reduziert. Von Januar bis Juni habe unterm Strich ein Minus von 8,1 Millionen Euro gestanden, im Vorjahreszeitraum war es noch einen Verlust von 22,9 Millionen Euro. Es sei gelungen, für alle Marken des Konzerns höhere Preise durchzusetzen, betonte Müller. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 230,9 Millionen Euro. Alno beschäftigt gut 1850 Menschen.

Hauptversammlung