Stuttgart (dpa) - Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat nach seiner Abwahl 2011 nach Informationen der «Stuttgarter Zeitung» die Festplatte seines Computers zerstören lassen.

Der Datenträger sei ausgebaut und mit Hilfe von Beamten des Staatsministeriums vernichtet worden, schreibt das Blatt. Die Staatsanwaltschaft hat von diesen Vorgängen nach eigenen Angaben vom Donnerstag bisher keine Kenntnisse gehabt. Sie versuche aber im Zuge der Ermittlungen gegen Mappus wegen Untreue im milliardenschweren EnBW-Deal, möglicherweise gelöschte Daten wiederherzustellen.

Laut Zeitung nennen die Anwälte von Mappus das Vorgehen ihres Mandanten eine «völlig üblich Verfahrensweise». Auf dem Datenspeicher seien vor allem zahlreiche CDU-Dateien und private Dateien gewesen.