Berlin (dpa) - Die Experten des Deutschen Ethikrats haben sich für Straffreiheit bei Beschneidungen jüdischer und muslimischer Jungen ausgesprochen - allerdings sollen Auflagen gelten.

Mindeststandards seien eine umfassende Aufklärung und Einwilligung der Sorgeberechtigten, eine qualifizierte Schmerzbehandlung, eine fachgerechte Durchführungen der Beschneidung und die Anerkennung eines entwicklungsabhängigen Vetorechts der betroffenen Jungen, hieß es am Donnerstagabend in einer Mitteilung. Der Ethikrat wolle mit seiner öffentlichen Debatte zur Versachlichung des Diskurses beitragen, betonte die Vorsitzende Christiane Woopen.

Ethikrat zu der Sitzung