Moskau (AFP) Der russische Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin hat das Urteil gegen die drei Mitglieder der Frauen-Punkband Pussy Riot als unverhältnismäßig kritisiert. "Ich finde das Urteil überzogen", sagte Lukin laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag. Er heiße den Auftritt der drei Frauen nicht gut, die im Februar in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein "Punk-Gebet" gegen den jetzigen Präsidenten Wladimir Putin aufgeführt hatten. Es handele sich aber lediglich um ein "Fehlverhalten, nicht um ein Verbrechen", ergänzte er.