Albuquerque (SID) - Der fünfmalige Box-Weltmeister Johnny Tapia (45), der am 27. Mai leblos von seiner Familie in seinem Haus in Albuquerque/New Mexico aufgefunden worden war, ist an den Folgen einer Herzkrankheit gestorben. Wie die Autopsie ergab, habe sich die Krankheit durch die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente verschlimmert.

Tapia, der seine fünf Titel in drei verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen hatte, hatte ein turbulentes Leben mit Drogenexzessen, Alkoholeskapaden und zahlreichen Gerichtsprozessen geführt. Wegen Kokainmissbrauchs war ihm Anfang der 90er Jahre zeitweise die Boxlizenz entzogen worden. Unter dem Kampfnamen Mi Vida Loca ("Mein verrücktes Leben") gewann er 59 seiner 66 Fights.