Rom (SID) - Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Padua ermittelt gegen 70 Athleten wegen mutmaßlicher Verbindungen zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari. Laut Medien sind vor allem Radsportler ins Visier der Ermittler geraten. Darunter soll auch Fabrizio Macchi sein, der an der Paralympischen Spielen in London teilnimmt.

Zuletzt waren mehrere Radprofis von Italiens Olympia-Komitee Coni wegen ihrer Kontakte zu Ferrari befragt worden. Bisher hat als erst ein Profi zugegeben, von Ferrari gedopt worden zu sein. Allerdings war Radstar Filippo Pozzato aus Italiens Olympia-Kader gestrichen worden, weil er mit Ferrari in Verbindung gebracht wurde.

Staatsanwalt Benedetto Roberti ermittelt seit zwei Jahren gegen Ferrari, der 2004 wegen Sportbetrugs eine Bewährungsstrafe erhalten hatte. 2006 hatte ihn der italienische Radsportverband mit einem lebenslangen Betätigungsverbot belegt. 2002 war ein Urteil des Verbandes ergangen, dass allen italienischen Radprofis verbietet, sich an Ferrari zu wenden. Zuletzt hatte der italienische Geher-Olympiasieger Alex Schwazer Kontakte zu Ferrari zugegeben. Schwazer war vor seinem Start in London positiv auf Epo getetet worden.