Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag leicht zugelegt. Zeitweise gelang ihm auch wieder der Sprung über die Marke von 7000 Punkten. Um die Mittagszeit legte der deutsche Leitindex um 0,25 Prozent auf 6989 Punkte zu.

Insgesamt waren die Umsätze aber dünn, zumal die US-Börsen an diesem Tag wegen des Labor Day geschlossen bleiben. Der MDax mittelgroßer Werte zeigte sich fast unverändert mit minus 0,01 Prozent bei 11 016 Punkten. Der TecDax sank um 0,14 Prozent auf 797 Punkte.

Die Stimmung in der spanischen Industrie hellte sich im August etwas stärker als erwartet auf und erreichte den höchsten Stand seit März, was laut Händlern die Märkte in ganz Europa stützte. In Italien hingegen trübte sich die Stimmung allerdings etwas weiter ein. Marktanalyst Tobias Reichert von IG Markets rechnet allgemein damit, dass sich die Kapitalmarktakteure vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag mit der Eröffnung neuer Positionen eher zurückhalten.

Spitzenwert im Dax waren die Aktien von Fresenius, die um 2,05 Prozent auf 86,56 Euro zulegten. Zugleich brachen die Titel von Rhön-Klinikum im MDax um 20,98 Prozent auf 14,975 Euro ein. Die erbitterte Übernahmeschlacht um den Klinikbetreiber Rhön ist vorerst beendet. Der Medizinkonzern Fresenius warf das Handtuch, weil er auch bei einer neuen Offerte nicht die unternehmerische Führung erlangt hätte. Damit haben die Fresenius-Widersacher Asklepios und B. Braun ihr Ziel erreicht.

Ein Pressebericht samt Kommentar des Autobauers Volkswagen (VW) belastete die Titel des Wolfsburger Unternehmens leicht. Sie sanken um 1,53 Prozent und waren damit zweitschwächster Wert im Leitindex. Laut Informationen der «Automobilwoche» bereitet VW seine Zulieferer auf mögliche Produktionskürzungen im Herbst vor.

Es sei mündlich darauf hingewiesen worden, dass die Produktion des Konzerns im Herbst um etwa zehn Prozent sinken könnte, berichtet die Zeitschrift. Ein VW-Sprecher bezeichnete dies dem Bericht zufolge als «spekulativ», sagte aber zugleich, dass die nächsten Monate insgesamt «deutlich schwieriger und fordernder werden». Ein Händler sagte dazu: «Dieser Bericht, in Kombination mit Wachstumssorgen in China, drückt allgemein auf die Aktien von Autoherstellern.» Die Daimler-Aktien gaben knapp ein Prozent ab und BMW sanken um 0,69 Prozent.