Köln (dpa) - Auf dem Köln-Bonner Flughafen sind elf Menschen verletzt worden, nachdem sich in einem Flugzeug kurz nach der Landung starker Rauch ausgebreitet hatte.

Ein Sprecher der Kölner Feuerwehr sagte, fünf Passagiere seien mittelschwer und sechs leicht verletzt. Sie hätten eine Rauchgasvergiftung erlitten. Die Boeing 737 der Fluggesellschaft XL Airways war am Montag mit fast 200 Menschen an Bord unterwegs von Hannover nach Gaziantep in der Türkei. In Köln legte sie eine geplante Zwischenlandung ein, um die Besatzung zu wechseln. Warum es qualmte, wird noch untersucht. Die Feuerwehr war mit ein Großaufgebot am Flughafen.

Ein Sprecher der Fluglinie sagte, es sei beim Aufsetzen der Maschine zu starker Rauchentwicklung in der Kabine gekommen. Sofort nach Stillstand des Flugzeugs hätten alle Passagiere die Maschine über die Treppen verlassen. Kristina Kelek, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung, bestätigte, die Maschine sei gelandet und erst danach habe man wohl den Rauch festgestellt. «Danach sind die Passagiere ganz normal ausgestiegen, und dabei hat man dann wohl festgestellt, dass einige doch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden mussten.» Der Pilot sei zur Parkposition gerollt und habe die übliche Notfallkette in Gang gesetzt.

Nach Angaben von XL mit Sitz in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt waren 186 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord. Ein Sprecher des Flughafens sagte, die Maschine sei um 11.39 in Köln planmäßig zwischengelandet, und kurz danach sei der Rauch festgestellt worden. Nach Angaben der Feuerwehr Köln war die Flughafenfeuerwehr schnell vor Ort, nahm die Passagiere in Empfang und versorgte die Verletzten. Zur Verstärkung rückte die städtische Feuerwehr an.

Die elf Verletzten wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Der Rest der Passagiere sollte nach Angaben von XL voraussichtlich am Abend mit einer anderen Maschine in die Türkei weiterfliegen. Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Köln waren mit 20 Wagen und 46 Leuten vor Ort.

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