Flugbegleiter weiten Streiks aus - Keine Kontakte zur Lufthansa

Frankfurt/Main (dpa) - Die Flugbegleiter der Lufthansa wollen ihre Streiks am Dienstag ausweiten. Es werde länger und an mehr Orten gestreikt als am Freitag, kündigte der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, am Montag in Frankfurt an. Zum Ende vergangener Woche hatten die Stewards und Stewardessen für acht Stunden am Drehkreuz Frankfurt die Arbeit niedergelegt und damit Deutschlands größten Flughafen teilweise lahmgelegt. Baublies lehnte das Ansinnen der Lufthansa ab, die Passagiere schon 24 Stunden vor der nächsten Streikwelle zu warnen. Ufo will nach wie vor erst sechs Stunden vor Beginn sagen, wo und wann gestreikt wird. In der Diskussion sind München, Düsseldorf und Berlin sowie erneut Frankfurt, wo die stärkste Auswirkung auf den Flugplan erzielt werden kann.

Entscheidende Woche für Griechenland - Wichtige Treffen

Athen (dpa) - Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland steht einmal mehr vor einer entscheidenden Woche. Auch am Wochenende wurde mit Hochdruck an dem neuen Sparprogramm gearbeitet, ohne das es kein Geld mehr für Athen geben wird. Am Dienstag reist der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras zu einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble (CDU) nach Berlin, um ihn über das mehr als 11,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm zu informieren. «Es ist besser, viel Zeit zu haben, um zu erklären, als sich nur für ein paar Minuten am Rande der Eurogruppe-Meetings zu treffen», sagte ein Mitarbeiter des Athener Finanzministers der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit Blick auf das Treffen.

Rhön-Übernahme erst einmal vom Tisch - Fresenius wirft hin =

Bad Homburg/Bad Neustadt (dpa) - Die erbitterte Übernahmeschlacht um Rhön-Klinikum ist vorerst beendet. Der Medizinkonzern Fresenius warf am Montag das Handtuch, weil er auch bei einer neuen Offerte für den fränkischen Klinikbetreiber nicht die unternehmerische Führung erlangt hätte. Fresenius werde den Aktionären von Rhön-Klinikum bis auf Weiteres kein neues Übernahmeangebot unterbreiten, teilte der Dax-Konzern in Bad Homburg mit. Damit haben die Fresenius-Widersacher Asklepios und B. Braun ihr Ziel erreicht.

Schlecker-Insolvenz: Masse reicht wohl nicht für Bundesagentur

Ehingen (dpa) - Die Insolvenzmasse der Drogeriemarktkette Schlecker reicht voraussichtlich nicht aus, die Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit zu bedienen. Beim Insolvenzgericht Ulm sei drohende Massenunzulänglichkeit angezeigt worden, teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Montag mit. Hauptgrund für diesen Schritt sei die geringe Vermittlungsquote der ehemaligen rund 20 000 Schlecker-Mitarbeiterinnen. Bisher seien weniger als 20 Prozent der Beschäftigten in neue Jobs vermittelt worden. Die Bundesagentur für Arbeit, die zwischen 60 und 66 Prozent des bisherigen Arbeitsentgelts bis zu einer Vermittlung übernehme, werde diese Zahlungen gegenüber der Insolvenzmasse geltend machen. Damit drohten Masseverbindlichkeiten in dreistelliger Millionenhöhe.

Autozulieferer Mahle stellt sich auf Abschwung ein

Stuttgart (dpa) - Der Autozulieferer Mahle blickt skeptisch auf die kommenden Monate. Es zeichne sich bereits ein spürbarer Rückgang bei der weltweiten Produktion von Autos und leichten Nutzfahrzeugen ab, sagte Unternehmenschef Heinz Junker am Montag in Stuttgart. Vor allem in Westeuropa und Südamerika seien länger anhaltende Einbrüche zu erwarten. «Wir sehen auch für 2013 keine Anzeichen für eine Belebung», betonte Junker. Mahle macht knapp die Hälfte seines Geschäfts in Europa und etwa zwölf Prozent in Südamerika. Auf die Wachstumsregion Asien/Pazifik entfallen etwa 20 Prozent - das Ziel ist ein Drittel.

Weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr - Anstieg befürchtet =

Hamburg (dpa) - Die schwächere Konjunktur wird die Zahl der Firmenpleiten nach Prognose der Wirtschaftsauskunftei Bürgel wieder ansteigen lassen. Für das Gesamtjahr 2012 müsse man von bis zu 31 000 Firmeninsolvenzen ausgehen, nach 30 300 im vorigen Jahr. Das berichtete Bürgel am Montag in Hamburg. In den ersten sechs Monaten ging die Pleitenzahl Bürgel zufolge leicht zurück. Insgesamt gingen in den ersten sechs Monaten 15 082 Unternehmen in die Insolvenz, 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den stärksten Rückgang verzeichnete demnach Mecklenburg-Vorpommern mit einem Rückgang um 13,4 Prozent auf 187 Fälle.

Dax erobert nach Daten aus Spanien 7000 Punkte zurück

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Spanien profitiert und die Marke von 7000 Punkten zurückerobert. Am Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,48 Prozent auf 7004 Punkte zu. Der MDax mittelgroßer Werte zeigte sich kaum verändert mit plus 0,13 Prozent bei 11 031 Punkten. Der TecDax sank um 0,18 Prozent auf 796 Punkte. Obwohl die US-Börsen feiertagsbedingt zum Wochenauftakt geschlossen bleiben, waren die Umsätze bis zum frühen Nachmittag stabil. Der Kurs des Euro fiel: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2568 (Freitag: 1,2611) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7957 (0,7930) Euro.