Tokio (dpa) - Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret hat erneut die Ablehnung von Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt.

Käufe von Staatsanleihen würden nach Einschätzung der Bundesbank den Druck auf die Regierungen zu haushaltspolitischen und strukturellen Reformen reduzieren, sagte Dombret n Tokio. Auf keinen Fall dürften der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB zu einer «neuen Normalität» werden. Der Aufgabenbereich der Geldpolitik werde zunehmend gedehnt.

Für die Euro-Schuldenkrise gebe es jedoch keine schnelle Lösung, sagte Dombret. Die Maßnahmen, die einige Länder ergriffen hätten, gingen jedoch in die richtige Richtung. Für eine langfristige Lösung der Schuldenkrise müsse der Reformweg weiter gegangen werden, die Trennung von Fiskal- und Geldpolitik aufrechterhalten bleiben und eine Entscheidung über die künftige institutionelle Gestaltung der Eurozone getroffen werden.