Schwerin (dpa) - Die Gläubiger der insolventen P+S-Werften in Wolgast und Stralsund sind am Donnerstag in Schwerin zu ihrer ersten Versammlung zusammengekommen. Dabei wollten sie ihre Forderungen auf den Tisch legen. Nach Angaben des Amtsgerichts Stralsund hat der Schiffbaubetrieb mehr als eine halbe Milliarde Euro Schulden.

Allein bei der NordLB steht der Betrieb demnach mit 326 Millionen Euro in der Kreide, bei zwei Versicherungen mit weiteren 115 Millionen Euro. Das Landesförderinstitut hat 70 Millionen Euro Außenstände bei der Werft. Hinzu dürften weitere Millionen-Forderungen aus der Gruppe der Kleingläubiger kommen, zu denen auch viele Zulieferer gehören.

Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann will die Gläubigerversammlung über den bisherigen Verlauf des vorläufigen Insolvenzverfahrens und über Kaufinteressenten informieren. Öffentlich haben bislang der arabische Schiffbauer Abu Dhabi Mar (ADM) und die in Rostock beheimatete Werft Tamsen Maritim Interesse bekundet. Tamsen will demnach jedoch nur die Peene-Werft in Wolgast kaufen. In den beiden Werftbetrieben in Wolgast und Stralsund sind rund 1800 Menschen beschäftigt.