Wladiwostok (dpa) - Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen hat auf einer Insel vor der ostrussischen Hafenstadt Wladiwostok ein Treffen des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums Apec begonnen.

Russlands Vize-Regierungschef Igor Schuwalow kündigte zu Beginn der Konferenz ein stärkeres Engagement des Riesenreichs in der Region an. In spätestens zehn Jahren könne die Apec die Europäische Union als Russlands größten Handelspartner ablösen, sagte Schuwalow am Freitag.

Dazu seien aber noch sehr starke Anstrengungen nötig. Russland wolle den vor kurzem erfolgten Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO nutzen, um den Warenaustausch mit dem aufstrebenden Apec-Bündnis aus 21 Staaten zu vermehren, betonte Schuwalow.

Gastgeber Wladimir Putin erwartet zu dem zweitägigen Treffen rund 20 Staats- und Regierungschefs, darunter Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Außenministerin Hillary Clinton. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Freihandel, die Energiepolitik und der Syrienkrieg.

Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte am Rande der Konferenz, der Kremlchef verfolge den laufenden US-Wahlkampf mit großem Interesse. Der Präsident appelliere an alle Seiten, die mitunter schwierigen bilateralen Beziehungen nicht zum Thema von Konfrontationen werden zu lassen. In einem geplanten Vier-Augen-Gespräch würden Putin und Hillary Clinton wahrscheinlich auch über Syrien sprechen, hieß es.

Russland sieht den asiatisch-pazifischen Raum als Wiege einer neuen Weltordnung, in der es neben China vorne mitspielen will. Die Konferenz auf der streng abgeschirmten Insel Russki, die etwa so groß ist wie Sylt, wird von etwa 10 000 Polizisten und Soldaten geschützt.

Apec-Gipfel