Hamburg (dpa) - Mit einem geschlossenen Auftreten will die deutsche Davis-Cup-Mannschaft den Klassenverbleib in der Tennis-Weltgruppe schaffen.

Vor dem Relegationsduell gegen Australien von Freitag bis Sonntag am Hamburger Rothenbaum zog Teamchef Patrik Kühnen einen Schlussstrich unter die Querelen um die Nicht-Nominierung von Philipp Kohlschreiber und den Startverzicht von Tommy Haas.

«Die Stimmung ist hervorragend», sagte Kühnen, der das Team auch mit gemeinsamen Gesellschaftsspielen am Abend auf das Duell mit dem 28-maligen Cup-Sieger aus Down Under vorbereitet. Dass sich weder Kohlschreiber noch Haas bislang bei der Mannschaft gemeldet hätten, sei nicht so wichtig, fand auch Florian Mayer. «Wir wollen erfolgreich sein, da blenden wir alle Nebenkriegsschauplätze aus», sagte die Nummer 25 der Weltrangliste.

Nach seinem gesundheitsbedingten Erstrunden-Aus bei den US Open ist der 28-Jährige nach eigenem Bekunden wieder fit: «Ich war ein paar Tage im Urlaub und habe Energie getankt.» Ein Sieg in Hamburg sei durchaus drin: «Der Platz ist perfekt für mein Spiel.» Kühnen fügte hinzu: «Und wir haben den Heimvorteil.»

Neben Mayer gehören Cedrik-Marcel Stebe, Philipp Petzschner und Benjamin Becker zum deutschen Team. Die Australier treten mit Routinier Lleyton Hewitt, Bernard Tomic, Chris Guccione und Matthew Ebden an.