Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch nach dem Ja des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm bei 7410 Punkten den höchsten Stand seit Juli 2011 erreicht. Am Mittag behauptete der Leitindex noch ein Plus von 0,89 Prozent auf 7375 Punkte.

Zuvor schon hatte das wichtigste deutsche Aktienbarometer neue Fahrt aufgenommen und alleine seit Monatsanfang mehr als 6 Prozent zugelegt. Für den MDax ging es am Mittag um 0,53 Prozent auf 11 244 Punkte hoch, der TecDax legte 0,38 Prozent auf 810 Punkte zu.

Commerzbank-Aktien hielten sich mit plus 4,36 Prozent auf 1,533 Euro klar an der Dax-Spitze. Händlern zufolge knüpft das Papier vor allem wegen der Entspannung in der Eurozone, die sich an tendenziell sinkenden Renditen der Staatsanleihen klammer Euroländer wie Spanien und Italien ablesen lasse, an seine kräftige Erholung an. Deutsche Bank-Titel kletterten mit 0,56 Prozent ins Plus. Gegen den Trend schwächer zeigten sich dagegen Daimler-Aktien mit minus 0,28 Prozent auf 39,245 Euro. Händler verwiesen auf belastende Aussagen des US-amerikanischen Lkw-Herstellers Paccar, demzufolge sich die Auftragslage in Nordamerika in den vergangenen Monaten verschlechtert hat.

Im MDax stiegen Fraport-Aktien nach Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers für August mit plus 3,93 Prozent an die Indexspitze. Salzgitter-Aktien legten mit einem Aufschlag von 3,74 Prozent ebenfalls kräftig zu. Allgemein zeigten sich auch Stahlwerte besonders gefragt nach positiven Vorgaben aus dem USA. Salzgitter-Aktien wurden zusätzlich von einer Analysten-Hochstufung beflügelt.